Rekordverdächtig! 120 Tennispartien binnen sechs Stunden

Anne Götzendorfer und Günther Hechenberger holten sich den Sieg beim 20. Tennisdoppel-Turnier des Kitzbüheler Ski Clubs. Bei bis zu 35 Grad durfte jede Paarung 15 Partien absolvieren.

Das Jubiläum hätte nicht schöner sein können: Zu Mariä Himmelfahrt lud der Kitzbüheler Ski Club zum 20. Tennisturnier für seine Mitglieder und das Wetter steuerte seinen Beitrag zum Jubiläum hinzu: strahlender Sonnenschein und blitzblauer Himmel vom ersten Service bis zum letzten Matchball auf den fünf Plätzen des KTC.

32 Teilnehmer stellten sich an diesem Samstag einer zwar stets lustigen, aber keiner kleinen Herausforderung: 15 Spiele für jeden, kein Einschlagen vor den einzelnen Partien, kein Seitenwechsel und immer Champions Tie Break (bis 10). Nur so war es möglich, dass rekordverdächtige 120 Matches binnen sechs Stunden absolviert werden konnten. Die Doppelpaarungen wurden von Carmen Huber und Alexander Katholnig so ausgewogen zusammengestellt, dass es niemandem gelang, alle Spiele zu gewinnen.

KSC-Präsident Michael Huber fungierte für eine Partie als Joker, übernahm aber sonst die Rolle des begeisterten Beobachters: „Mich freut es sehr, dass ihr vom Tennis so begeistert seid. Ein herzliches Danke an Alex und Carmen! Ohne die beiden würde es dieses Turnier nicht geben“, sagte er einleitend.

Kurz nach 9 Uhr begannen die Spiele und schnell zeigte sich: Nicht nur das Tennis, auch der ungewöhnliche Modus war eine Herausforderung für Körper und Geist. Denn ohne Einschlagen vor den einzelnen Partien stellte man die Qualität seiner Gegner mitunter erst fest, als man nach wenigen Ballwechseln bereits fast hoffnungslos zurücklag. Auch das 15-malige Einstellen auf neue Gegner gelang manchen Paarungen besser als anderen. Doch selbst wenn nicht jeder mit seinem Spiel restlos zufrieden war: Der Spaß war allen anzusehen, die Duelle blieben stets fair.

Besonders fair zeigte sich Florian Wunderer, der trotz seiner ITN-Wertung von 4,2 jeden Gegner mitspielen ließ und sein wahres Können nie aufblitzen ließ. Der Fair-Play-Preis ging daher völlig verdient an den Tennislehrer, der mit Partnerin Nicole Janka Platz elf belegte.

Den Sieg holte sich die Paarung Anne Götzendorfer/Günther Hechenberger, die mit den ständig wechselnden Gegnern am besten zurechtkam. Sie holte in 15 Spielen zwölf Siege und damit einen mehr als Fabian Nitsche/Helmuth Obermoser (Platz 2) und Simon Fröschl/Juliane Goger (Platz 3). Vorjahressieger Christoph Pöll belegte mit Barbara Hruby Platz 4.

Nach sechs Stunden Tennis in der brütenden Hitze Kitzbühels klang der Tag im schattigen Garten des Sport Café aus, wo Sabine und Jaro Gegrilltes und eine große Auswahl an Salaten zur Stärkung vorbereitet hatten.

Im Rahmen der Siegerehrung dankte Alexander Katholnig noch einmal der treibenden Kraft hinter der so beliebten Veranstaltung: „Danke an Carmen! Sie hat das Turnier wochenlang fast im Alleingang organisiert.“

Und die 21. Auflage im August 2027 ist bereits fest eingeplant.