Abschlusstraining als Auftakt zu besonderen Rennen
Virtus Open Alpine Ski
Am Donnerstag um 10.30 Uhr erfolgt der Auftakt zu den Virtus Open Alpine Ski, die erstmals in Kitzbühel veranstaltet werden. Bereits am Mittwochnachmittag fand das Abschlusstraining statt.
Welch ein Gewusel am Mittwochnachmittag auf der Brunelle am Kitzbüheler Horn. Rund 50 Skisportlerinnen und Skisportler aus acht Nationen absolvierten das Abschlusstraining der Virtus Open Alpine Ski, die noch bis Samstag in Kitzbühel gastieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten aus Australien, der Türkei, den USA, Finnland, Italien, Frankreich, Polen und natürlich aus (fast ganz) Österreich an. Bis Samstag stehen ein Super-G (5. Februar), ein Riesentorlauf (6. Februar) und ein Slalom (7. Februar) auf dem Programm. Die Virtus Open Alpine Ski sind eine internationale Rennserie für Sportlerinnen und Sportler mit mentaler Beeinträchtigung, Trisomie 21 und Autismus.
Dass Haleigh Bates extra aus Denver im US-Bundesstaat Colorado angereist ist und in dieser Woche gleich drei Rennen bestreiten wird, ist ihr beim Training am Mittwoch nicht anzumerken. Die 24-Jährige wirkt am Start völlig entspannt: „Es ist völlig egal, welche Behinderung man hat – stelle dich der Herausforderung“, sagt Haleigh Bates. Hier in Kitzbühel zu gewinnen ist ihr nicht das Wichtigste: „Ich will mein Bestes geben.“
Ange Cazorla aus einem kleinen Ort nahe Grenoble sieht das etwas anders: „Ich will gewinnen! Wenn du Profi sein möchtest, wenn du der Beste sein willst, muss das der Anspruch sein.“ Der 19-jährige Franzose wird ebenfalls in allen Disziplinen starten. Auch wenn er den Riesentorlauf lieber mag, fühlt er sich im Slalom stärker. In Kitzbühel Ski zu fahren ist für Ange Cazorla „eine Ehre“ – und außerdem: „Ich liebe Österreich und bin auch sehr oft hier.“
Heimvorteil genießen am Kitzbüheler Horn vor allem die Brüder Lukas und Thomas Moser aus Aschau in der Gemeinde Kirchberg sowie ihre 14 Teamkolleginnen und -kollegen. Mit dabei ist auch Stephanie Schlömmer aus Obertraun in Oberösterreich: „Ich will Gas geben und so schnell wie möglich unten sein“, sagt die 31-Jährige, deren großes Vorbild Benjamin Raich ist. Am Donnerstag um 10.30 Uhr zählt es für Stephanie Schlömmer und alle anderen Virtus-Athletinnen und -Athleten erstmals: Der Super-G steht auf dem Programm.
Zu Sturz gekommen ist beim Training Frans Salmi aus Finnland. Auch auf diesem Wege gute Besserung.
Fotos: KSC/alpinguin




